Der Verrat meines Lebens

Antworten
Benutzeravatar
Qui-Ran Demera
PmM-Mitglied
Beiträge: 99
Registriert: So 20. Mai 2007, 21:12
Wohnort: Europe, Austria, Vienna
Kontaktdaten:

Der Verrat meines Lebens

Beitrag von Qui-Ran Demera » Mi 3. Sep 2008, 02:50

Der Verrat meines Lebens

(Anakin vs. Obi Wan aus der Perspektive Obi Wans)



Ich hörte Padme weinen und konnte Bruchstücke von dem hören, was sie sagte. Anscheinend hatte sie erkannt, dass ich ihr diesen Morgen die Wahrheit gesagt hatte. Sie tat mir so leid. Und ich hatte sie immer schon so gerne, und konnte nicht das geringste für sie tun. So entschied ich, dass jetzt der Augenblick günstig war, auf meinen ehemaligen Padawan zu treffen, bevor die Situation eskalierte. Nur noch ein paar Meter bis zur Rampe.

„(...) Du gehst einen Weg auf dem ich Dir nicht folgen kann!“

hörte ich sie sagen.

„Wegen Obi Wan?“ fragte mein Schüler grollend.

Das konnte nicht wahr sein! Er konnte doch nicht immer noch ernsthaft glauben, dass es an mir lag, dass Padme sich meinetwegen gegen ihn wandte.

„Nein, wegen dem was Du getan hast... und was Du noch tun willst!“

Nun hatte ich die Rampe erreicht und konnte die beiden sehen. Padme flehte Anakin an, doch er wirkte eisern.

„Hör damit auf, jetzt. Bitte, komm zurück zu mir, ich liebe Dich!“

„LÜGNERIN!“

kreischte er beinahe und erst jetzt registrierte ich, dass er mich entdeckt hatte. Padme fuhr herum und selbst von hier konnte ich sehen, wie ihre Augen das Licht verloren. Es schien, als hätte ich ihr die letzte Chance zerstört, Anakin wieder zurück zu holen. Und vielleicht war das auch so... ich fühlte mich nicht gut auf dem Platz, an dem ich stand.

„Nein!“ rief sie verzweifelt.

„Du hast ihn hier hergebracht! Du Betrügerin!“ brach es aus Anakin hervor.

Er hob seine Hand...

„Anakin, nein, ich...“

Ihre Stimme brach ab und ich konnte es einfach nicht glauben... was geschah hier? Völlig verständnislos starrte ich Anakin an, der Padme nun in eisernem Würgegriff hielt.

"Laß sie los!"

schrie ich. Doch Anakin tat nichts dergleichen. Er schien eher noch grober zuzupacken. Eiskalte Schauer liefen mir über den Rücken. Ich wußte in diesem Augenblick wirklich nicht, was Anakin tun würde. Noch einmal versuchte ich es und verlieh meiner Stimme so viel Nachdruck wie ich konnte.

"LAß SIE LOS!"

Unerträgliche Sekunden vergingen, doch dann ließ er endlich ab von ihr. Hoffnung keimte in mir auf; ich wünschte mir, daß Anakin wie vor einigen Tagen auf Coruscant sagen würde "Es tut mir leid!" Doch meine Hoffnung sollte bald enttäuscht werden.

„Ihr habt sie gegen mich aufgebracht!“ schrie er mich an.

„Das hast Du ganz alleine geschafft!“ gab ich noch verhältnismäßig ruhig zurück.

Bevor ich noch etwas hätte anfügen können schrie er weiter und warf seinen Mantel ab.

„Ihr nehmt sie mir nicht weg!“

„Dein Zorn und Deine Gier nach Macht haben das bereits bewirkt!“ Ich mußte wirklich aufpassen, nicht selbst in Zorn zu verfallen, während ich meine Robe abstreifte.

„Du hast diesem dunklen Lord erlaubt, Dich zu manipulieren! Du bist genau das geworden was Du geschworen hast zu zerstören!“

Während Anakin wie eine wilde Raubkatze hin und her ging und mir dabei den Rücken zudrehte hatte ich die Chance, nach Padme zu sehen. Ich kam vor Sorge um sie beinahe um. Langsam ging ich in die Knie und fühlte ihren Puls... der Macht sei Dank, sie lebte noch. Ich spürte, das Anakin sich gleich wieder zu mir wenden würde und stand auf.

„Belehrt mich nicht Obi Wan! Ich durchschaue die Lügen der Jedi! Ich fürchte mich nicht vor der dunklen Seite, so wie Ihr! Ich habe Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und Sicherheit für mein neues Imperium geschaffen!!“

Ich konnte einfach nicht glauben, was ich da hörte! Nein! Anakin konnte das nicht ernst meinen, dafür war er zu klug. Und er hatte alles von mir gelernt. Das konnte nicht wahr sein!

„DEIN neues Imperium?!...“

Gerne hätte ich noch etwas gesagt, doch Anakin brüllte mich wieder einmal nieder.

„Zwingt mich nicht Euch zu töten!“

„Anakin...“ ich mußte tief Luft holen, „Meine Loyalität gilt der Republik, der DEMOKRATIE!!!“

„Wenn Ihr nicht für mich seid, dann seid Ihr mein Feind!“ grollte Anakin.

Immer wieder sagte ich mir vor, dass ich ruhig bleiben mußte. So konnte das doch nicht enden? Mir schossen Bilder von einem kleinen Jungen in den Kopf, der stolz auf seinem Pod-Racer saß, mit dem er einer Gruppe Republikanern gerade die Möglichkeit zur Abreise und sich die Freiheit geschenkt hatte.

„Nur ein Sith kennt nichts als Extreme“ sagte ich eher zu mir als zu ihm.

Ich mußte mir langsam klar machen, wer da vor mir stand. Dass dies nicht mehr der kleine Junge war, den ich gekannt, ausgebildet, ja geliebt hatte wie einen kleinen Bruder. Mir kam die Sicherheitsaufzeichnung in Erinnerung... Ich mußte den Orden retten... oder das was noch von ihm übrig war. Ich konnte damit mein Versagen hier nicht gut machen, aber vielleicht das allerschlimmste verhindern... wenn man das überhaupt so nennen konnte. Ich griff nach meinem Lichtschwert.

„Ich werde tun, was ich tun muß!“

„Versucht es!“ fauchte Anakin in einer fürchterlichen Fratze zurück und zog sein Schwert.

Er zündete es. Wie eine Groteske wirkte die blaue Klinge in seinen Händen nun. Nicht nur der heiße, rote Planet Mustafar sorgte für einen unerträglichen Kontrast zu der hellen Farbe, auch Anakins deutlich spürbarer Hass führte die Waffe eines Jedi in seinen Händen ad absurdum.
Auf einmal sprang Anakin auf mich zu und drosch mit bis dahin ungekannter Gewalt auf mich ein. Ich hatte schon oft Probekämpfe mit ihm ausgefochten, doch das hier war anders... einer von uns würde nicht mehr lebend hier weg gehen. Wahrlich mit Mühe blockte ich seine ersten Hiebe ab.
Ich spürte, wie meine Gefühle, die in meinem Herzen ein Unwetter veranstalteten mir meine Konzentration störten. Ich zwang mich dazu, sie zu verdrängen, sonst würde ich dem Hass Anakins bald erlegen sein.

„Zwingt mich nicht dazu Euch zu töten, Meister! Ihr seid kein Gegner für die dunkle Seite!“ schrie Anakin mich an.

„Das habe ich schon mal gehört! Nur hatte ich nie geglaubt das von Dir hören zu müssen!“ schleuderte ich ihm entgegen.

Der Blick, der dann folgte sagte mir, dass Anakin nichts auf meine Worte gab. Er griff wieder an. In einem unglaublichen Tempo kämpften wir uns den Gang entlang und gelangten in den Raum, in dem die Leichen der Separatisten lagen. Sie alle hatte Anakin wohl auch ermordet...
Wir befanden uns auf einmal auf dem Konferenztisch. Es gelang mir, Anakin nieder zu schlagen... er verlor sein Schwert.

„Der größte Fehler von zuviel Macht ist Arroganz!“ brüllte ich Anakin an.

Dieser war erstaunlich schnell. Noch bevor ich während ich sprach sein Schwert hätte greifen können, flog es zurück in seine Hand.

„Und Ihr zögert! Die Schwäche durch Mitleid!“ patzte er zurück.

Auf einmal gerieten wir in eine Situation, die gefährlicher nicht hätte sein können... unser Band war stark gewesen und unser Kampf eine Einheit. Deshalb griffen Padawan und Meister nun gegeneinander unbewusst zum selben Mittel. Wir wollten jeweils dem anderen einen Machtstoß versetzen... jetzt spürte ich es. Anakin war sehr stark geworden. Mir gelang es nicht, ihn in die Knie zu zwingen. Erbarmungslos presste sich die fokussierte Macht zwischen unseren Händen immer mehr zusammen. Ich gab alles, was ich hatte... so wie er. Dann überlud es sich im wahrsten Sinne des Wortes! Die geballte Ladung Macht explodierte zwischen unseren Händen und schleuderte jeden von uns in die entgegengesetzte Richtung des Raumes.
Kurz sah ich schwarz, als ich an die Wand krachte. Schmerz durchbohrte meinen Körper. Verschwommen sah ich einen toten Separatisten neben mir liegen... dumpf hörte ich bereits wieder das Zischen von Anakins Lichtschwert. Der Hass mußte ihn taub für Schmerzen machen. Angestrengt sprang ich auf.
Kaum stand ich und hatte das Schwert reaktiviert drosch Anakin schon wieder auf mich ein. In der Hitze des Gefechtes schlug er auf die Konsole und zerstörte damit die Kontrolle der Hitzeschilde, welche die Minenstation hier vor den glutheißen Lavaströmen schützen sollte. Umgehend heulten die Sirenen los. Ich stieß mit meinem rechten Fuß an die Leiche Nute Gunrays und sah für Sekundenbruchteile sein Ende... oh Anakin. Wieviel Blut dieser junge Mann innerhalb von Stunden an seine Hände gebracht hatte. Es geschah schon wieder! NEIN! Ich durfte mich nicht ablenken lassen!
Und schon zahlte ich für meinen Leichtsinn Tribut.

Anakin packte mich an der Kehle und drückte mich hinunter... mit Mühe hatte ich es geschafft mein Schwert zwischen ihn und mich zu bringen. Ich bekam keine Luft... das erste mal in diesem Kampf verspürte ich Angst. Nicht um mich selbst, nein. Um Yoda, den wackeligen Rest, der von der Republik noch übrig war. Ich konnte, ich DURFTE nicht versagen. Bilder von Padme schossen in meinen Kopf. Zuletzt das, als sie verletzt zu Boden gestürzt war. Ich nutzte die Wut, die sich in mir dadurch anstaute und kanalisierte sie in meine Kraft. Es gelang mir, Anakin mit einem gewaltigen Schrei von mir zu stoßen. Kurz schien er verwirrt zu sein, die Gelegenheit nutzte ich und griff an.
Das Geräusch der Sirene begleitete uns bis auf den Balkon hinaus. Anakin drängte mich zurück... wenn wir weiterhin in dieser engen Kampfstellung bleiben würden, wäre das mein Ende. Das wußte ich. Ich mußte ihm den Boden entziehen... Chancengleichheit herbeischaffen.

Also entschied ich mich, auf das Rohr hinaus zu gehen, welches eine der Hauptanlagen mit dem Zentrum verband. Ungläubig schaute Anakin mich an und hielt für eine Sekunde inne. Doch dann folgte er nach und versuchte jede Chance zu nutzen, um mich los zu werden.
Beide waren wir damit beschäftigt, das Gleichgewicht zu halten – gerade wollte der ehemalige Padawan wieder angreifen, als ein unheimliches Grollen uns beide zögern ließ. Kurz darauf krachten donnernd einige Hektoliter Lava auf die dünne Pipeline zwischen dem Hauptgebäude und uns... nun gab es kein Zurück mehr. Hastig versuchte ich, mich vor der herabregnenden Lava zu schützen. Schmerzhaft brannten sich winzige Tropfen in meine Tunika. Das Eisengebilde unter unseren Füßen seufzte und ächzte gefährlich und mein schlimmster Albtraum wurde wahr... ich spürte wie die Konstruktion nachgab. Neben mir zischte ein gerissenes Seil vorbei, das mich wohl nur um 2 Meter verfehlt hatte.
Obwohl Anakin und ich uns in tiefster Feindschaft gegenüberstanden, hatten wir nur einen Gedanken... wie kommen wir hier lebend weg? Immer schneller brach das Gebilde nun nach unten und ich beschloss, die Line hinauf zu rennen. Anakin folgte nach. Kurz unter der glühenden Stelle, an der sich das heiße Gestein durch das Eisen gefressen hatte hielt ich mich ein. Anakin tat es mir ein paar Meter weiter unten gleich. Einen Augenblick lang fühlte es sich an, als würden wir schwerelos. Das Gestell raste in die Tiefe und... traf auf.
Mit eisernem Griff hielt ich mich an dem gerissenen Stahlseil ein und gab Acht, dass ich mich nicht mit meinem Schwert selbst verletzte. Anakin jedoch schien diese Situation völlig egal zu sein. Schon wieder versuchte er, mich auf irgend eine Art und Weise zu traktieren. Immer wieder gelang es mir gerade so, seine Schläge zu parieren, obwohl ich hauptsächlich damit befasst war, nicht abzustürzen. Da... Anakin rutschte ein Stück ab und ich hatte kurz Zeit, mich zu erholen. Mit Entsetzen mußte ich feststellen, dass unser „Gefährt“ auf einen 100 Meter hohen Lavafall zusteuerte... angestrengt sah ich mich um. Da... ein Gleiter. Ich visierte ihn an, doch schon wieder kam Anakin auf mich zu... geschwungen! Er hatte sich an einem Seil eingehalten und sauste auf mich zu. Mir gelang es den Schlag zu parieren. Zum Schein ging ich auf das Spiel ein und begann ebenfalls, mich an meinem Seil von der Pipeline weg zu schwingen. Zwei mal schlugen unsere Schwerter kreischend aneinander, da konnte ich eine günstige Position erreichen. Im Geiste maß ich die Entfernung zum Lavagleiter ab und... ließ los. Ich wußte, dass ich nur einen Versuch hatte und griff in die Macht. Immer näher kam der Gleiter und... ich schaffte es. Leicht wackelnd setzte ich auf ihm auf und hatte Sekunden später festen Stand. Sofort suchte mein Blick nach Anakin und da sah ich ihn: Er hing immer noch am Seil, während sich die abgebrochene Pipeline schon gefährlich begann zu neigen. Sollte das Anakins Ende sein? Nein. Er machte einen Satz, scheinbar ins Nichts... erst als er aufkam, konnte ich erkennen, dass er sich einen Minendroiden als Ziel ausgesucht hatte, den es ob Anakins Gewichtes ein Stück weit in die Lava drückte. Die Maschine ließ den Bottich los, den sie mit sich trug und Anakin steuerte seine Plattform in meine Richtung. Nach wie vor glimmte die blaue Klinge in seiner Hand. Donnernd verschwand hinter ihm der gigantische Kollektor über den Lavafall in der Tiefe.
Sobald er mich auch nur halbwegs erreichen konnte, attackierte Anakin mich auch schon wieder. Ich hatte die breitere Standfläche, was mir einen leichten Vorteil verschaffte und es gelang mir, Anakin zum Straucheln zu bringen, was ihn dazu zwang auf Abstand zu gehen. Wutentbrannt starrte er mich an. In diesem Moment wurde mir schmerzlich klar, was diese Konfrontation für mich und meine Qualitäten als Meister bedeutete:

„Ich habe an Dir versagt, Anakin! Ich habe an Dir versagt!“ schrie ich ihn an.

Er glitt wieder näher an mich heran und gab eben so laut zurück:

„Ich hätte wissen müssen, dass die Jedi planten, die Macht an sich zu reißen!“

Wie konnte der Junge nur so verblendet sein? Erkannte er denn nicht, dass er nur Mittel zum Zweck für Palpatine war?

„Anakin, von WEM glaubst Du das zu wissen? Palpatine ist ein SITH, er ist das Böse!“ schleuderte ich ihm verzweifelt entgegen in der Hoffnung, meine Worte würden ihn erreichen.

„Von EUREM Standpunkt aus! In meinen Augen sind die Jedi das Böse!“ blaffte er zurück.

„Nun, dann BIST DU VERLOREN!“ brach es aus mir heraus.

In mir brodelte eine Mischung aus Verzweiflung und Wut über soviel Dummheit.

„Das ist Euer Ende... Meister!“ zischte Anakin.

Er machte einen Salto und landete vor mir auf dem Gleiter. Wieder griff er an. Ich beschränkte mich aufs Abblocken, wollte ihn im Augenblick nicht treffen. Ich wartete einen geeigneten Augenblick ab und da kam er: Das Ufer war greifbar nahe gerückt. Wieder griff ich in die Macht, überschlug mich rückwärts und landete einige Meter über Anakin am schwarzen Ufer des Lavastromes. Wutentbrannt starrte Anakin zu mir herauf, während sich der Gleiter langsam dem Rand näherte.

„Es ist vorbei, Anakin! Ich habe die bessere Position!“ rief ich und hoffte, dass er nicht angreifen würde.

„Ihr unterschätzt meine Macht!“ knurrte er zurück und hob sein Schwert.

Er wollte doch nicht tatsächlich angreifen? Das konnte er nicht gewinnen, was sollte das?

„Bitte, versuche es nicht...“ schrie ich verzweifelt, doch er setzte schon zum Sprung an.

Als Anakin über mir ankam und zustechen wollte handelte ich schnell. Er zwang mich dazu ihm beide Beine und einen Arm abzutrennen. Laut kreischend stürzte Anakin zu Boden und rollte den Abhang einige Meter weit hinunter, gefährlich nahe an die Lava heran.

Hier stehe ich nun... Mit schmerverzerrtem Gesicht starrt er mich an. Mir bricht das Herz was ich sehe. Dieser verstümmelte, hasserfüllte Mann da unten, er war mein Padawan, mein Bruder, mein Freund! In ihn hatte Qui-Gon sein Vertrauen gelegt... mein Meister hatte an ihn geglaubt! Und jetzt hatte dieser Sidious ihn zerstört. Ihn, den Orden und die Republik. Auf einmal bricht nun die ganze Verzweiflung über mir zusammen und ich schreie ihn an:

„Du warst der AUSERWÄHLTE!! Man sagte dass Du die Sith zerstören würdest und nicht, dass Du Dich ihnen ANSCHLIESST!!“

Ich spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen. Er muß doch begreifen. Anakin erwidert meinen Blick... eine Sekunde lang glaube ich, dass ihm leid tut, was hier geschieht. Ich kämpfe mit mir... soll ich ihn mitnehmen? Ihm die Chance geben zurück zu kehren? Da höre ich seine von Hass zerfressene Stimme aufheulen:

“ICH HASSE EUCH!!!“

Sofort ist der Gedanke an eine Rettung verpufft.

„Ich habe Dich geliebt Anakin... Du warst mein Bruder...“ presse ich noch hervor.

Ich weiß, was ich nun tun sollte. Aber ich kann nicht... ich kann ihn einfach nicht umbringen. Auf einmal jedoch fangen seine Kleider Feuer. In Sekundenschnelle brennt er lichterloh und schreit in tiefster Pein. Jetzt kann ich nichts mehr für ihn tun. Voller Schmerz wende ich mich ab. Ich muß weg von hier, ich ertrage das nicht mehr. Ich beginne zu rennen, schneller, schneller immer schneller, bis ich schließlich an der Plattform ankomme, auf der Padmes Schiff steht. C3PO kommt mir entgegen. Verschwommen höre ich, wie er mir sagt, dass Padme bereits an Bord sei. Abwesend lege ich ihm die Hand auf die blecherne Schulter und nicke matt. Ich muß hier fort. Ich habe versagt
Es braucht viel um völlige Dunkelheit zu schaffen. Eine Kerze reicht, sie zu verjagen"

Benutzeravatar
Mara Jade
Administrator
Beiträge: 2726
Registriert: Di 20. Feb 2007, 21:07

Re: Der Verrat meines Lebens

Beitrag von Mara Jade » Fr 12. Sep 2008, 07:57

Hallo Qui

Sehr schöne Interpretation der Gefühle und Gedanken Obis.
Die tatsächliche innere Zerissenheit Obis beim Kampf gegen Ani dürfte nur schwer in Worte zu fassen sein. Ich denke auch du bist von seinen tatsächlichen Gefühlen noch ein Stück entfernt ( nicht das ich es besser schreiben könnte )
>>> Lieb sein bis sie dich lieben hat niemals Bestien gezähmt <<<<

Antworten

Zurück zu „Storys“